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Nachhilfe geben in der Schweiz: Preise, Termine, Bezahlung

Was Sie pro Lektion verlangen können, wann AHV und Steuern anfallen und wie Sie Termine und Zahlungen ordnen, damit neben dem Unterricht wenig Verwaltung bleibt.

Darf ich Nachhilfe geben?

Ja. Wer in der Schweiz arbeiten darf, braucht für Nachhilfe weder ein Diplom noch eine besondere Bewilligung. Viele Gymnasiastinnen, Studierende und Lehrpersonen geben Nachhilfe neben Schule, Studium oder Beruf.

Ob Sie dabei als selbständig gelten, entscheidet die AHV-Ausgleichskasse. Unterrichten Sie mehrere Schülerinnen und Schüler, bestimmen Ihre Zeiten selbst und stellen eigene Rechnungen, spricht das für Selbständigkeit. Unterrichten Sie nur bei einer einzigen Familie, gelten Sie eher als deren Angestellte.

Wie viel kann ich pro Stunde verlangen?

Einen festen Tarif gibt es nicht. Auf der Vermittlungsplattform Tutor24 verdienen Nachhilfelehrpersonen im Durchschnitt rund 37 Franken pro Stunde; die Angebote beginnen dort bei etwa 20 Franken (Stand Oktober 2026).

Höhere Ansätze sind üblich für obere Stufen und Prüfungsvorbereitung, etwa auf die Gymiprüfung oder die Matura, mit Lehrdiplom oder viel Erfahrung und wenn Sie zur Familie nach Hause fahren.

Viele Lektionen dauern 45 oder 60 Minuten. Die Tabelle zeigt, was eine Lektion bei verschiedenen Stundenansätzen kostet.

Was eine Lektion kostet, je nach Stundenansatz
Pro Stunde45 Minuten60 Minuten90 Minuten
CHF 25CHF 18.75CHF 25.00CHF 37.50
CHF 35CHF 26.25CHF 35.00CHF 52.50
CHF 45CHF 33.75CHF 45.00CHF 67.50
CHF 60CHF 45.00CHF 60.00CHF 90.00

AHV: ab wann Beiträge fällig sind

Auf Erwerbseinkommen zahlen Sie AHV-Beiträge ab dem 1. Januar nach Ihrem 17. Geburtstag. Davor fallen auf Einkommen aus Nachhilfe keine Beiträge an.

Geben Sie Nachhilfe selbständig im Nebenberuf und verdienen damit höchstens 2500 Franken im Jahr, erhebt die AHV Beiträge nur, wenn Sie das verlangen. Ob Ihre Nachhilfe als Nebenberuf gilt, klärt die Ausgleichskasse.

Verdienen Sie mehr, melden Sie sich bei der Ausgleichskasse Ihres Kantons als selbständig an. Die Beiträge an AHV, IV und EO betragen 10 Prozent des Einkommens, bei Einkommen unter 60 500 Franken weniger. Der Mindestbeitrag liegt bei 530 Franken im Jahr (Stand 2026).

Steuern und Mehrwertsteuer

Einkommen aus Nachhilfe ist steuerbar, auch kleine Beträge. Sie geben es in der Steuererklärung an: als Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit oder, wenn Sie angestellt sind, mit dem Lohnausweis.

Mehrwertsteuer fällt keine an. Unterricht ist von der MWST ausgenommen (Art. 21 Abs. 2 Ziff. 11 MWSTG), Ihre Rechnungen enthalten deshalb keine MWST.

Halten Sie Ihre Einnahmen fest und bewahren Sie Quittungen und Rechnungen zehn Jahre auf.

Wie finde ich Schülerinnen und Schüler?

Für den Anfang helfen Vermittlungsplattformen. Sie bringen Anfragen, verlangen aber teils Gebühren oder eine Kommission. Lesen Sie die Bedingungen, bevor Sie ein Profil anlegen.

Mit der Zeit kommen viele Anfragen über Empfehlungen: Eltern erzählen anderen Eltern, wer ihrem Kind geholfen hat. Ein Aushang in Schule oder Gemeinde und ein eigener Buchungslink, den Eltern weitergeben können, machen es ihnen leicht.

Feste Wochentermine und Absagen

Nachhilfe wirkt, wenn sie regelmässig stattfindet. Ein fester Wochentermin, etwa jeden Dienstag um 17 Uhr, erspart allen das Abmachen und gibt Ihnen ein planbares Einkommen.

Legen Sie vor der ersten Lektion fest, bis wann abgesagt werden kann, zum Beispiel 24 Stunden vorher, und was bei späteren Absagen gilt. Steht die Regel auf Ihrer Buchungsseite, gibt es später keine Diskussion.

Planen Sie Schulferien und Feiertage ein. In den Ferien fallen viele Lektionen weg, vor Prüfungen kommen zusätzliche dazu.

Wie Eltern bezahlen

Bar nach der Lektion ist einfach. Stellen Sie dann eine Quittung aus, damit beide einen Beleg haben; mit unserer Quittungsvorlage geht das in einer Minute.

Viele Eltern bezahlen am liebsten mit TWINT. Welche Wege es dafür gibt und was sie kosten, erklärt unser Ratgeber zu TWINT für Selbständige.

Bei wöchentlichen Lektionen verrechnen viele monatlich: eine Rechnung mit allen Lektionen des Monats und einer QR-Rechnung, die Eltern mit ihrer Banking-App bezahlen. Oder Sie lassen jede Lektion schon bei der Buchung bezahlen und müssen niemandem nachlaufen.

Lektionen und Zahlungen mit Zitli

Mit Zitli buchen Eltern über Ihre Buchungsseite, auch als wöchentliche Serie für das ganze Semester. Die Feiertage Ihres Kantons sind blockiert, und eine Buchungsfrage hält den Namen des Kindes fest. Zitli trägt jede Lektion in Ihren Kalender ein und verschickt die Bestätigungen.

Mit Zitli Pro bezahlen Eltern schon bei der Buchung mit TWINT oder Karte, oder Zitli schickt nach der Lektion eine Schweizer QR-Rechnung. Online-Lektionen erhalten einen Link für Google Meet, Microsoft Teams oder Zoom.

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Weiterlesen: Zitli für Unterricht und Nachhilfe, Quittung Vorlage, Rechnungsvorlage Schweiz · TWINT für Selbständige

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